April, April!

Gestern waren es noch 25 Grad im Gewächshaus und das Bedürfnis die weißen Winterarme der Sonne auszusetzen hoch. Heute hat es dann gefroren, gehagelt, gewindet und geschneit. Also macht der April wieder mal was er will 😉

Der Garten hat nun 2 neue Mitglieder:innen und freut sich über deren Begeisterung.

Am Freitag haben wir frische Erde bekommen, um die nun begrenzten Beete etwas anzuheben – wegen der Staunässe und Unkraut. Dazu geben wir bei Neupflanzung immer etwas Erde und Mulchmaterial auf die umgebenden Flächen. Wir sind gespannt, ob das klappt.

Die Pflanzen auf der Fensterbank wollen bei dem Wetter auch noch nicht raus. Ist ok! Wir auch nicht unbedingt 🙂

Die reizvollen Ausblicke des Frühlings

In ein paar Tagen ist Frühlingsanfang und immer mehr schafft es die Sonne durch die Trübheit und Kälte des Winters zu brechen. Die ersten Frühjahrsblüher zeigen ihre Knospen und kündigen wärmere Tage an. Letztes Jahr war die Aktivierung des Gartens im Fokus, dieses Jahr können wir auf das Gemachte & Gelernte aufbauen. Vor allem das Anbauen von verschiedenen Bodenverbesserern hat sich gelohnt. Auch das Einbringen von „gutem“ Saatgut- also essbaren, mehrjährigen Pflanzen/ die sich selber aussähen, wie Rucola, Feldsalat, Kresse, Staudenzwiebeln, Bärlauch, Knoblauch etc. war eine gute Idee. So kann man im Frühjahr neben Giersch auch noch andere Blattsalate finden. Die mehrjährigen Kulturen, wie Beerensträucher und Obstbäume haben sich gut erholt von dem jahrelangen Wildwuchs über ihnen. Die Pflücksalate aus dem Gewächshaus sind bereits beerntbar und auch ein paar Wintergemüse/ Kräuter sind noch am Leben- trotz immenser Minusgrade!

Ein paar Ideen haben wir schon für dieses Jahr, was wir gerne ausprobieren wollen. Das Hügelbeet wird mit vorgezogenen Süßkartoffel bepflanzt und wir hoffen auf erneuten Kurkumaertrag im Gewächshaus. Die Weinreben wurden professionell geschnitten und erholen sich hoffentlich genug, um wieder Früchte zu tragen. Die Tobinambur haben wir wieder aus der Erde geholt, weil die einfach zu stark wuchern und in Pflanztröge umgesiedelt. Stattdessen wollen wir „Yacon“ versuchen. Die wird ähnlich hoch, blüht auch gelb, aber ist weitaus weniger invasiv und meeeega lecker. >>Besser als vorher!<< Das scheint unser Motto für dieses neue Gartenjahr zu werden..Alles wird gut 🙂

Grau-bunter Winter und erster Projekt-Geburtstag!

also, dass der wohl grau wird, damit habe ich ja gerechnet… aber, dass es so düster und nasskalt wird, das hat mich umgehauen. Statt sich den ganzen Tag drinnen zu verkriechen und über irgendetwas oder wen sinnlos nachzudenken, war rausgehen und Aktion angesagt. „Was kann man denn mal jetzt im Garten machen?“ Strukturen verbessern! Die Hütte hatte an einigen Stellen ein paar Reparaturbedürfnisse und auch im Garten selbst waren ein paar Sachen zum Nachbessern. Bzgl. Anbau haben eigentlich alle Sachen gut geklappt. Die Winterkresse und Feldsalat haben sich im ganzen Garten verteilt. Die Wintersalate, der Spinat, Tobinambur, der Portulak, der Mangold und auch die frostfesten Grün- und Palmkohlpflanzen sind immer wieder beerntbar. Im Gewächshaus wächst schon der Salat und die Petersilie für das Frühjahr. Die im Herbst gesetzten Frühblüher melden sich schon durch ihre ersten Spitzen an. Die Vögel essen fleißig ihre Futterknödel und freuen sich über Besuch. Vor allem das Rotkehlchen, welchen mir bei unserem ersten Mal in dieser Gartenparzelle schon aufgefallen war, zeigt sich übermütig neugierig. Vielleicht ist es ja sogar der selbe Vogel?!

Die Hütte hat nun einen Holzofen und ist komplett weiß gestrichen. Das beides macht die Hütte viel einladender und nutzbarer! Um das Gartenjahr gebührend zu feiern werden wir gemeinsam den Holzofen mit Holz und uns mit Glühwein eingeheizen.


Wir freuen uns auf die nächste Saison und hoffen, dass wir noch mehr Garteninteressierte zum Mitmachen einladen dürfen! 👨🏼‍🌾👨🏻‍🌾👨🏾‍🌾🧑🏻‍🌾🧑🏼‍🌾👩🏻‍🌾👩🏾‍🌾👩🏽‍🌾

Die Farben vom Herbst

Langsam fallen die letzten Blätter von den Bäumen. Auf den Beeten wächst es aber weiterhin üppig. Mal gucken, was die Kulturen zum erst Frost sagen werden, der sicher in ein paar Tagen kommen wird 🥶

Lockdown light

Morgendlicher Sonnenaufgang während der Quarantäne im Gartenhäuschen..

Im Garten blühen immer noch viele Blumen. Die Gärten in der Nachbarschaft sind schon eingewintert, verhüllt und abgeschlossen. Bei uns stehen die Beete noch voll mit erntbarem Gemüse. Die Temperaturen waren bisher noch nicht unter Null Grad, aber man merkt ganz deutlich, dass der bunte Herbst sich bereits verabschiedet und dem grauen Winter Platz machen will. Genau in dieser Zeit musste ich aufgrund eines beruflichen Aufenthaltes in einem Risikogebiet in Quarantäne gehen und die eigentlich einzige Möglichkeit dafür war das Gartenhäuschen – ohne Strom, Heizung und fließend Wasser. Das war ziemlich aufregend! Das negative Testergebnis ist dann nach 3 Nächten endlich klar gewesen und ich durfte wieder ins Warme. Die Zeit im Garten konnte ich gut nutzen, um alles winterfest zu machen. Einige Beete mussten noch neu eingesäht werden oder einige Kulturen mit einer Decke aus Laub geschützt werden. Der Kompost vom Sommer musste noch ausgebracht, Stauden geteilt oder umgepflanzt werden und der Pferdemist vom Stadtbauern um die Ecke wollte unter die Bäume und Beerensträucher. Das erste Jahr mit diesem Fleckchen Erde geht nun vorbei. Schade, dass nicht viiiel mehr Menschen diesen Prozess direkt miterleben konnten.

Hoffentlich wird das in der nächsten Saison einfacher!

Der Herbst ist der Frühling des Winters!

Dort wo vorher Steinhaufen lagen, wachsen nun Feldsalat, Knoblauch, Zwiebeln, Zuccini, Karotten, Kartoffeln, Rote Beete und Mangold…

Der Abfall ist erst seit knappen 6 Monaten aus dem Garten und wir haben an einigen Stellen bereits die nächste Fruchtfolge. So unglaublich! Wer hätte das gedacht, dass dieser Garten im ersten Jahr schon so eine produktive Oase wird? Die letzten Tage bin ich oft stundenlang nur mit den Ernten beschäftigt gewesen. Die Feuchtigkeit der letzten Wochen hat wieder vermehrt zu hungrigen Schnecken geführt, so dass ich das Feingemüse nicht mehr direkt sähen konnte, sondern nun – über den noch reifenen Tomaten – die Herbstsalate wachsen, um dann bei geeigneter Größe nach draußen ins Beet zu können. Die geschenkte Zuccini hat ebenfalls profitiert vom neuen Nass und uns nochmal mit einer Welle lagerungsfähriger Ufo-Zuccini versorgt. Die Himbeeren sind der Wahnsinn! Die, die hinten zu viel wurden, haben wir im juli nach vorne gepflanzt und die haben sich zu einer prächtigen Naschhecke am Eingang entwickelt. Der jamaikanische Thymian liebt das Gewächshaus und wächst neben den Kukumapflanzen zu einer prächtigen Staude heran. Mal gucken, was der zu der norddeutschen Kälte sagt?! Die Obstbäume hängen noch voller Birnen, die wohl sehr lagerfähig sein, weil sie einfach nicht so richtig reif scheinen. Eigenes Saatgut haben wir auch schon gewonnen z.B. vom Salat oder auch vom Mangold. Mal gucken, wie sich das Saatgut dann nächstes Jahr entwickelt. Normalerweise werden die Pflanzen ja bei eigenem Saatgut noch kräftiger, weil es an die lokalen Bedingungen schon angepasst ist. Kräuterernte war auch schon. Die Teevorräte von uns und unseren Nächsten sind aufgefüllt für den sich schon ankündigenden Herbst 🙂

Die zweite Erntezeit beginnt!

Trotz Trockenheit und Schneckenprobleme wächst mittlerweile einiges Essbares..

Nachdem der Garten die letzten Jahre nicht bewirtschaftet war, waren wir uns nicht sicher, was man vom ersten Jahr erwarten könne. Die Idee möglichst viel der bestehenden Substanz vor Ort wieder zum Leben zu erwecken hat überwältigend gut geklappt. Aus einem vermüllten Garten im Januar 2020 ist im August 2020 ein nicht nur für uns Gärtner*innen produktives Ökosystem geworden. Die Hitze der letzen Wochen kühlt heute das erste Mal mit einem Regenschauer ab. Der kleine Teich, den wir letzte Woche ausgruben erfreut sich schon regem Besuch von allerhand Getier. Auf einer Bank unterm Kirschbaum kann man die Insekten beim Herumschwirren an den vielen Blumen verfolgen. Die zweite Kartoffelernte steht an (Frühsorte war bereits im Anfang Juni fertig). Die erste Charge Karotten ist auch schon verspeist, aber die nächste wächst schon fleißig. Die Gurken und Zuccini versorgen uns regelmäßig mit neuen Schätzen und auch die Tomaten hängen schon schwer bepackt im Gewächshaus rum und warten nur darauf rot zu werden. Auch die Himbeeren hören gar nicht auf zu tragen und auch die Weinreben haben kräftige Reben ausgebildet, die in der Sonne glitzern. Die Stein- und Beerenfrüchte haben bereits ihren Sommerschnitt bekommen und damit einen Totholzhaufen für die Tiere im Winter bereitet. In der Hütte stapeln sich Kisten mit trocknendem Saatgut und Kräutern. Einmal die Woche treffen wir uns zum gemeinsamen Gärtnern und überlegen, was man noch so machen könnten.

Nachdem die Gründüngung eingearbeitet wurden, treiben nun schon die neuen Pflanzen für die Herbstsaison…

Sommer im grünen Mitmachraum

Es blüht und sprießt im Garten. Der Regen im Juni hat alles in die Höhe getrieben. Die Ernte ist neben gemeinsamen Stunden des Jätens vor allem Salat, Mangold, Erbsen, Karotten…

Es sprießt, es sprießt!

Der grüne Mitmachraum „Froschgarten“ Mitte Mai 2020

Ab und zu, wenn etwas Neues eingepflanzt wird, findet sich noch ein kleines Stück Plastik oder eine anderes Fundstück aus vergangenen Tagen. Mittlerweise haben wir diesen Garten wohl von 25qm Müll befreit. Jetzt ein paar Monate wachsen hier schon Kartoffeln, Spinat, Mangold, Karotten… und sehr viel Giersch, Ackerschachtelhalm, Ackerwinde und Sauerampfer. Selbst diese „Unkräuter“ sind teilweise essbar. Viel davon haben wir also nach dem Ausgraben gleich zu Smoothies oder Pesto verarbeitet 😉 Nach einem sehr trockenen April hat der Mai auch ein paar Regentage gebracht. Nach dem Eisheiligen sind die letzten Pflanzen aus dem Gewächshaus auf den Acker gewandert. Sogar eine Gartendusche gibt es jetzt. Viele der Obstbäume tragen schon sehr gut. Wir sind auf die Ernte gespannt und freuen uns über die vielen Blüten im Garten.