Die Wende des Sommers

Die Mischkulturbeete erholen sich langsam von den Schnecken…

Nachdem es so lange kühl und feucht war, folgten endlich wärmere Tage mit mehr Sonne. Endlich wuchsen die gepflanzten Sachen – aber auch die Beikräuter daneben :/

Die Erdbeerbabypflanzen haben sich prächtig entwickelt neben unserem Sitzplatz und verdrängen sogar den hartknäckigen Giersch. Die Stachelbeeren tragen dieses Jahr auch! Und sogar die geschenkten Johannisbeeren tragen, obwohl sie als „nichttragend“ vorgestellt wurden… und dann auch noch in weiß! Soooo lecker <3

Die Kürbisse und Zuccinis haben es nun endlich ins Beet geschafft und haben sich von den Schneckenattacken wieder erholt.

Gurken und Tomaten stehen mit Basilikum und Petersilie im Gewächshaus und halten sich gegenseitig die Schädlinge vom Leib.

Beim Nachbarn haben die Anderen fleißig die Hecken und Sträucher gestutzt, so dass auch ein paar andere Winkel des Gartens mal Licht bekommen. Das verändert den ganzen Garten nochmal.

Wir freuen uns auf die nächsten gemeinsamen Stunden und Grillnachmittage im Garten.
Es ist schön diesen Ort so wachsen zu sehen <3

Dem Sommer entgegenwachsen!

Nachdem es im Frühling nie wirklich wärmer werden wollte und der Mai sehr verregnet war, hatten wir auf den Juni gehofft, um endlich die Jungpflanzen aus ihren Töpfen in die Erde setzen zu können. Leider zeigt sich auch der Juni bisher eher als ein schneckenfreundlicher Monat. Nun denn… Letztes Jahr war um diese Zeit alles ca. 3-4. Wochen weiter, aber es war auch sehr viel wärmer.. okay und auch trockener – was auch nicht so lustig war! Mphf!

Unser Gemeinschaftsgarten liegt im Schwemmlandbereich und verfügt zwar über eine kultivierte Deckschicht aus fruchtbarer Erde, aber darunter befindet sich der sehr ortstypische „Staunässeboden“ für diese Region. Meistens eine Verbindung aus Sand, Schluff, Ton usw. Ab einer gewissen Wassermenge kann dieser zu stehendem Wasser im Garten führen, weil nichts mehr aufgenommen bzw. weitergeleitet werden kann. Manche Pflanzen mögen das gar nicht und verfaulen oder „ertrinken“ wortwörtlich deswegen.

Aber neben all‘ dem Wettermeckern gibt es auch viel Positives zu berichten! Den Blumen scheint das nasse Wetter egal zu sein. Die Blühen nämlich trotzdem mega schön! Und die Beerensträucher sind reicht behangen mit tollen Früchten. Denen hat die Verjüngungskur scheinbar sehr gut getan. Außerdem haben es ein paar Pflanzenschätze heile aus Linz (AT) in unseren Garten geschafft und wurden (bisher) noch nicht als ausländische Delikatesse von den Schnecken auserkohren. Yay!

Mit ungetrübter Zuversicht hoffen wir weiterhin auf die bald erscheinende Sonne (aber nicht gleich mit ’ner Hitzewelle und Sonnenbrand nach 5 min…bitte) und ein paar trockene Tage am Stück, damit wir die mit Liebe vorgezogenen Zuccinis und Kürbisse usw. auch wachsen sehen können und nicht nur das Gras und die Population der Schnecken.

Das ganz unten, in schwarz-rosa-weiß-getüpfelt, ist übrigens keine salatessende Nacktschnecke, sondern ein Schnegel! Die sind super gegen Schnecken! Also bitte nicht totmachen! Danke :*

Es grünt so grün…

… und dann war es auf einmal warm und feucht und alles schießt und will blühen!

Nachdem das mit der Erde super geklappt hat, war die irgendwie schneller als gedacht im Garten verteilt. Wir könnten sicher noch 3 Ladungen verteilen. Es ist schön zu sehen, wie der Garten immer vitaler wird. Die Brombeertriebe lassen sich sehr viel weniger im Beet sehen, als letztes Jahr. Stattdessen sprießen wild überall Ringelblumen, Goldmohn, Borretsch oder die rote Gartenmelde. Das ist irgendwie echt schön zu sehen, das die Pflegen und die Pflanzungen vom letzten Jahr dieses kleine Ökosystem für uns so passend verändern konnten. Die Arbeit im Garten ist im Vergleich zum letzten Jahr nur noch 30% – weil einfach diese ganze Instandsetzung erledigt ist.

Nun ist der Boden schon viel lockerer, so dass wir z.B. nicht mehr umgraben müssen. Er scheint auf viel fruchtbarer/ ausgeglichener zu sein, weil sich die diesjährigen Ansaaten – wohl auch wegen der guten Feuchtigkeit des Aprils – super entwickeln. Alle Beete sind bereits komplett bestellt.

Durch das kleine Gewächshaus haben wir jetzt schon richtig viel Salat und anderes Grünzeug zum Ernten. Sogar der erste samengezogene Lauch und Zwiebeln waren essfertig. Mit etwas Glück können wir in den nächsten Wochen nochmal den ganzen Strauchschnitt vom letzten Jahr häckseln und haben damit dann auch genug Mulchmaterial für die heißen Sommermonate. Die Obstbäume haben extrem schöne Blüten und wir freuen uns schon auf die Früchte und das Gärtnern in ihrem Schatten.

April, April!

Gestern waren es noch 25 Grad im Gewächshaus und das Bedürfnis die weißen Winterarme der Sonne auszusetzen hoch. Heute hat es dann gefroren, gehagelt, gewindet und geschneit. Also macht der April wieder mal was er will 😉

Der Garten hat nun 2 neue Mitglieder:innen und freut sich über deren Begeisterung.

Am Freitag haben wir frische Erde bekommen, um die nun begrenzten Beete etwas anzuheben – wegen der Staunässe und Unkraut. Dazu geben wir bei Neupflanzung immer etwas Erde und Mulchmaterial auf die umgebenden Flächen. Wir sind gespannt, ob das klappt.

Die Pflanzen auf der Fensterbank wollen bei dem Wetter auch noch nicht raus. Ist ok! Wir auch nicht unbedingt 🙂

Die reizvollen Ausblicke des Frühlings

In ein paar Tagen ist Frühlingsanfang und immer mehr schafft es die Sonne durch die Trübheit und Kälte des Winters zu brechen. Die ersten Frühjahrsblüher zeigen ihre Knospen und kündigen wärmere Tage an. Letztes Jahr war die Aktivierung des Gartens im Fokus, dieses Jahr können wir auf das Gemachte & Gelernte aufbauen. Vor allem das Anbauen von verschiedenen Bodenverbesserern hat sich gelohnt. Auch das Einbringen von „gutem“ Saatgut- also essbaren, mehrjährigen Pflanzen/ die sich selber aussähen, wie Rucola, Feldsalat, Kresse, Staudenzwiebeln, Bärlauch, Knoblauch etc. war eine gute Idee. So kann man im Frühjahr neben Giersch auch noch andere Blattsalate finden. Die mehrjährigen Kulturen, wie Beerensträucher und Obstbäume haben sich gut erholt von dem jahrelangen Wildwuchs über ihnen. Die Pflücksalate aus dem Gewächshaus sind bereits beerntbar und auch ein paar Wintergemüse/ Kräuter sind noch am Leben- trotz immenser Minusgrade!

Ein paar Ideen haben wir schon für dieses Jahr, was wir gerne ausprobieren wollen. Das Hügelbeet wird mit vorgezogenen Süßkartoffel bepflanzt und wir hoffen auf erneuten Kurkumaertrag im Gewächshaus. Die Weinreben wurden professionell geschnitten und erholen sich hoffentlich genug, um wieder Früchte zu tragen. Die Tobinambur haben wir wieder aus der Erde geholt, weil die einfach zu stark wuchern und in Pflanztröge umgesiedelt. Stattdessen wollen wir „Yacon“ versuchen. Die wird ähnlich hoch, blüht auch gelb, aber ist weitaus weniger invasiv und meeeega lecker. >>Besser als vorher!<< Das scheint unser Motto für dieses neue Gartenjahr zu werden..Alles wird gut 🙂

Grau-bunter Winter und erster Projekt-Geburtstag!

also, dass der wohl grau wird, damit habe ich ja gerechnet… aber, dass es so düster und nasskalt wird, das hat mich umgehauen. Statt sich den ganzen Tag drinnen zu verkriechen und über irgendetwas oder wen sinnlos nachzudenken, war rausgehen und Aktion angesagt. „Was kann man denn mal jetzt im Garten machen?“ Strukturen verbessern! Die Hütte hatte an einigen Stellen ein paar Reparaturbedürfnisse und auch im Garten selbst waren ein paar Sachen zum Nachbessern. Bzgl. Anbau haben eigentlich alle Sachen gut geklappt. Die Winterkresse und Feldsalat haben sich im ganzen Garten verteilt. Die Wintersalate, der Spinat, Tobinambur, der Portulak, der Mangold und auch die frostfesten Grün- und Palmkohlpflanzen sind immer wieder beerntbar. Im Gewächshaus wächst schon der Salat und die Petersilie für das Frühjahr. Die im Herbst gesetzten Frühblüher melden sich schon durch ihre ersten Spitzen an. Die Vögel essen fleißig ihre Futterknödel und freuen sich über Besuch. Vor allem das Rotkehlchen, welchen mir bei unserem ersten Mal in dieser Gartenparzelle schon aufgefallen war, zeigt sich übermütig neugierig. Vielleicht ist es ja sogar der selbe Vogel?!

Die Hütte hat nun einen Holzofen und ist komplett weiß gestrichen. Das beides macht die Hütte viel einladender und nutzbarer! Um das Gartenjahr gebührend zu feiern werden wir gemeinsam den Holzofen mit Holz und uns mit Glühwein eingeheizen.


Wir freuen uns auf die nächste Saison und hoffen, dass wir noch mehr Garteninteressierte zum Mitmachen einladen dürfen! 👨🏼‍🌾👨🏻‍🌾👨🏾‍🌾🧑🏻‍🌾🧑🏼‍🌾👩🏻‍🌾👩🏾‍🌾👩🏽‍🌾

Die Farben vom Herbst

Langsam fallen die letzten Blätter von den Bäumen. Auf den Beeten wächst es aber weiterhin üppig. Mal gucken, was die Kulturen zum erst Frost sagen werden, der sicher in ein paar Tagen kommen wird 🥶

Lockdown light

Morgendlicher Sonnenaufgang während der Quarantäne im Gartenhäuschen..

Im Garten blühen immer noch viele Blumen. Die Gärten in der Nachbarschaft sind schon eingewintert, verhüllt und abgeschlossen. Bei uns stehen die Beete noch voll mit erntbarem Gemüse. Die Temperaturen waren bisher noch nicht unter Null Grad, aber man merkt ganz deutlich, dass der bunte Herbst sich bereits verabschiedet und dem grauen Winter Platz machen will. Genau in dieser Zeit musste ich aufgrund eines beruflichen Aufenthaltes in einem Risikogebiet in Quarantäne gehen und die eigentlich einzige Möglichkeit dafür war das Gartenhäuschen – ohne Strom, Heizung und fließend Wasser. Das war ziemlich aufregend! Das negative Testergebnis ist dann nach 3 Nächten endlich klar gewesen und ich durfte wieder ins Warme. Die Zeit im Garten konnte ich gut nutzen, um alles winterfest zu machen. Einige Beete mussten noch neu eingesäht werden oder einige Kulturen mit einer Decke aus Laub geschützt werden. Der Kompost vom Sommer musste noch ausgebracht, Stauden geteilt oder umgepflanzt werden und der Pferdemist vom Stadtbauern um die Ecke wollte unter die Bäume und Beerensträucher. Das erste Jahr mit diesem Fleckchen Erde geht nun vorbei. Schade, dass nicht viiiel mehr Menschen diesen Prozess direkt miterleben konnten.

Hoffentlich wird das in der nächsten Saison einfacher!

Der Herbst ist der Frühling des Winters!

Dort wo vorher Steinhaufen lagen, wachsen nun Feldsalat, Knoblauch, Zwiebeln, Zuccini, Karotten, Kartoffeln, Rote Beete und Mangold…

Der Abfall ist erst seit knappen 6 Monaten aus dem Garten und wir haben an einigen Stellen bereits die nächste Fruchtfolge. So unglaublich! Wer hätte das gedacht, dass dieser Garten im ersten Jahr schon so eine produktive Oase wird? Die letzten Tage bin ich oft stundenlang nur mit den Ernten beschäftigt gewesen. Die Feuchtigkeit der letzten Wochen hat wieder vermehrt zu hungrigen Schnecken geführt, so dass ich das Feingemüse nicht mehr direkt sähen konnte, sondern nun – über den noch reifenen Tomaten – die Herbstsalate wachsen, um dann bei geeigneter Größe nach draußen ins Beet zu können. Die geschenkte Zuccini hat ebenfalls profitiert vom neuen Nass und uns nochmal mit einer Welle lagerungsfähriger Ufo-Zuccini versorgt. Die Himbeeren sind der Wahnsinn! Die, die hinten zu viel wurden, haben wir im juli nach vorne gepflanzt und die haben sich zu einer prächtigen Naschhecke am Eingang entwickelt. Der jamaikanische Thymian liebt das Gewächshaus und wächst neben den Kukumapflanzen zu einer prächtigen Staude heran. Mal gucken, was der zu der norddeutschen Kälte sagt?! Die Obstbäume hängen noch voller Birnen, die wohl sehr lagerfähig sein, weil sie einfach nicht so richtig reif scheinen. Eigenes Saatgut haben wir auch schon gewonnen z.B. vom Salat oder auch vom Mangold. Mal gucken, wie sich das Saatgut dann nächstes Jahr entwickelt. Normalerweise werden die Pflanzen ja bei eigenem Saatgut noch kräftiger, weil es an die lokalen Bedingungen schon angepasst ist. Kräuterernte war auch schon. Die Teevorräte von uns und unseren Nächsten sind aufgefüllt für den sich schon ankündigenden Herbst 🙂

Die zweite Erntezeit beginnt!

Trotz Trockenheit und Schneckenprobleme wächst mittlerweile einiges Essbares..

Nachdem der Garten die letzten Jahre nicht bewirtschaftet war, waren wir uns nicht sicher, was man vom ersten Jahr erwarten könne. Die Idee möglichst viel der bestehenden Substanz vor Ort wieder zum Leben zu erwecken hat überwältigend gut geklappt. Aus einem vermüllten Garten im Januar 2020 ist im August 2020 ein nicht nur für uns Gärtner*innen produktives Ökosystem geworden. Die Hitze der letzen Wochen kühlt heute das erste Mal mit einem Regenschauer ab. Der kleine Teich, den wir letzte Woche ausgruben erfreut sich schon regem Besuch von allerhand Getier. Auf einer Bank unterm Kirschbaum kann man die Insekten beim Herumschwirren an den vielen Blumen verfolgen. Die zweite Kartoffelernte steht an (Frühsorte war bereits im Anfang Juni fertig). Die erste Charge Karotten ist auch schon verspeist, aber die nächste wächst schon fleißig. Die Gurken und Zuccini versorgen uns regelmäßig mit neuen Schätzen und auch die Tomaten hängen schon schwer bepackt im Gewächshaus rum und warten nur darauf rot zu werden. Auch die Himbeeren hören gar nicht auf zu tragen und auch die Weinreben haben kräftige Reben ausgebildet, die in der Sonne glitzern. Die Stein- und Beerenfrüchte haben bereits ihren Sommerschnitt bekommen und damit einen Totholzhaufen für die Tiere im Winter bereitet. In der Hütte stapeln sich Kisten mit trocknendem Saatgut und Kräutern. Einmal die Woche treffen wir uns zum gemeinsamen Gärtnern und überlegen, was man noch so machen könnten.

Nachdem die Gründüngung eingearbeitet wurden, treiben nun schon die neuen Pflanzen für die Herbstsaison…